Die Steuerbürokratie ist in Deutschland extrem. Als Beispiel zwei einfache Fragen: Wie viel Mehrwertsteuer wird gezahlt, wenn der Drive In einer Fast-Food-Kette benutzt wird? Und wie viel, wenn das Essen im Laden verzehrt wird? Warum diese Frage? Eigentlich ist das in beiden Fällen Nahrung, somit gilt der reduzierte Steuersatz. Doch weit gefehlt, denn so einfach ist das nicht. Hier gelten zweierlei Steuersätze. Dies zeigt, wie schwierig die Steuerbürokratie in Deutschland wirklich ist.
Solche Beispiele gibt es zu Hauf, doch wer blickt da noch wirklich durch? Selbst die Steuerprofis sind auch nur Menschen, genau wie die Menschen beim Finanzamt, die sich jeden Tag mit der Steuerbürokratie herumschlagen müssen. Doch die Steuerbürokratie kommt aus der Politik und wird in der Regierung beschlossen. Es werden Gesetze verabschiedet und dann muss damit gearbeitet werden. Dann wird befunden, sie müssen nachgebessert werden. Selbst danach sind die Steuerrichtlinien noch längst nicht perfekt; das Loch ist zu und an einer anderen Stelle geht ein neues auf.
So könnte vereinfacht beschrieben werden, wie es zu dieser Steuerbürokratie gekommen ist. Das Ziel der Politik war und ist es schon immer gewesen, die Steuerbürokratie abzubauen. Doch der Hintergrund sollte auch nicht außer Acht gelassen werden. Der Staat benötigt Steuern, und zwar immer mehr. Die Bürger schreien nach Entlastung und die Politik muss etwas tun. Also wird ein komplexes Konstrukt an Gesetz verabschiedet und die Politiker können sich als die großen Retter darstellen: Steuerreduzierung auf der einen und ein geretteter Haushaltsetat auf der anderen Seite. Doch die Steuerbürokratie bleibt und die Wünsche von Bürgern und Regierung bleiben auf der Strecke.